Sechs motivierende Ankersätze!

Vor ein paar Wochen war ich mit meinem Partner in Bregenz. Er hatte für uns Karten beim Motivationstrainer & Speaker Christian Bischoff gebucht. Ein zweitägiges Event in der Festspielhalle am Bodensee mit 1598 anderen Menschen.

Ehrlich gesagt hatte ich den Typen mit dem roten Stirnband vorher nur ein Mal auf Facebook gesehen. Das Stirnband hat mich so abgeschreckt, dass ich ihm gar nicht zuhören konnte. Ich fuhr also mit gemischten Gefühlen nach Bregenz, war aber auf jeden Fall offen für dieses Wochenende. Immerhin muss ich vorher probieren, bevor ich urteilen kann 😉

Diese Zeit sah ich nach dem langen Winter aber auch als Geschenk und Quality-Time mit David, schon allein deshalb konnten die zwei Tage nur gut werden.

Du fragst dich jetzt sicher wie es mir gefallen hat… und ich muss zugeben, ich wurde positiv überrascht. Der Typ mit dem roten Stirnband hat ein Spitzenteam und die zwei Tage verliefen reibungslos, um nicht zu sagen perfekt. Die Organisation war der Hammer und der Inhalt auch, obwohl ich schon viel wusste, kannte usw… Allerdings tat mir die Auffrischung richtig gut und die Gruppendynamik von so vielen fröhlichen Menschen ist enorm – das beflügelt schon sehr!

Ich könnte dir jetzt ein Highlight nach dem anderen aufzählen, aber das würde den Rahmen für den Beitrag sprengen. Solltest du Fragen zu dem Event haben, dann schreibe es einfach in die Kommentare.

Warum ich das heute erzähle? Ich möchte euch heute eine Übung mit auf den Weg geben, die wir dort gemacht haben und die mich bis heute stärkt.


Sechs motivierende & wertvolle Ankersätze

Du kennst vielleicht den Begriff „positive Affirmation“ – das heißt so viel wie „bejahende Aussage“ oder „Bestätigung“.

Der Mensch denkt 60.000 Gedanken pro Tag und nur 3% davon sind positiv. Ist das nicht erschreckend? Diese Ankersätze haben die Aufgabe DICH zu stärken. Dich so anzunehmen wie du bist und JA zu dir zu sagen. Ein Ankersatz ist also eine bejahende Aussage (positive Affirmation), die du mit einer Körperhaltung noch verstärkst.

Diese sechs Ankersätze kannst du so oft wie du möchtest sagen, aber mindestens 1x pro Tag. Stell‘ dich bei den ersten Malen vor den Spiegel und beobachte dich selbst. Am Anfang wird es ungewohnt sein, lass dich nicht abschrecken und mache einfach weiter. Verstärke den jeweiligen Satz mit der Geste, die ich dir zu beschreiben versuche:

  1. Ich mag mich! (umarme dich selbst und wiege leicht von links nach rechts)
  2. Das hab ich gut gemacht! (klopfe dir selbst auf die Schulter)
  3. Alles was ich brauche, steckt bereits in mir! (deute mit deinem Daumenhoch auf dich selbst)
  4. Ich bin nicht perfekt und das ist gut so! (schüttel mit dem Kopf bei „nicht perfekt“ und „Daumenhoch“ bei „gut so“)
  5. Ich bin ein Geschenk für die Welt! (Lache 🙂 und lege beide Hände auf dein Herz)
  6. Ich bin eine Gewinnerin/ein Gewinner! (Siegespose: beide Arme in die Höhe mit „Victory“)

Das sieht dann ungefähr so aus…

 

Ich möchte dir auch meine ersten Erfolgserlebnisse berichten:

Die Kids aus meiner Theatergruppe und die Ankersätze

Als ich wieder zu Hause gelandet und voller Motivation war, gab ich diese Ankersätze gleich an meine Kinder in der Theatergruppe weiter. Wir stellten uns alle vor eine große Spiegelwand und sagten die Sätze samt Gesten. Was ich in dem Spiegel sah war sehr ernüchternd.

Kinder im Alter zwischen 9 und 11 Jahren, die sich nicht mochten und die nicht überzeugt von sich selbst waren.

Doch wir wiederholten die Sätze immer wieder und die Kinder bekamen sie auch als Hausübung mit nach Hause. Eine Woche später waren die Kids wie ausgewechselt. Es fiel ihnen diesmal total leicht sich selbst ins Spiegelbild zu lachen und die Sätze sprudelten nur so aus ihnen heraus. Du kannst dir wahrscheinlich vorstellen, wie befremdlich das für die zwei Kinder war, die beim letzten Mal gefehlt hatten!!! Gemeinsam haben wir die zwei noch an Board geholt und die Übung auch an sie weitergegeben.

Mittlerweile gehört dieses Ritual bei den meisten Kindern zum Alltag, das schönste ist, dass sie auch ihre Eltern angesteckt haben und es gemeinsam mit ihnen machen.

Den Kindern fällt nun die Arbeit auf der Bühne um vieles leichter und macht noch mehr Spaß – denn immerhin sind sie ja ein Geschenk fürs Publikum 😉

So und nun ab vor den Spiegel und schaue mal, was die Sätze mit dir am Anfang machen. Bleib dran, es wird immer besser und gib auch du die Sätze weiter. Nimm‘ das ganze mit Humor und mach’s mit Freude… dann gehts noch leichter.

Hinterlasse doch bitte ein Kommentar, wie es dir ergangen ist 🙂